Sonntag, 09:00, Frühstücksbereich. Für einige Instructoren steht ein Leveltest mit Avi Moyal an, die regulären Trainingsteilnehmer gehen mit Amnon in den Outdoor-Bereich.
 
 
An einem schlammigen, steinigen und mit Bäumen und Buschwerk versetzen Hang zeigt Amnon Besonderheiten und Schwierigkeiten bei Angriff und Verteidigung auf unebener Fläche, der rutschige Untergrund sorgt dafür, dass etliche Trainierende danach aussehen wie durch den Matsch gezogen. Zusätzlich bläst ein steifer Wind und es regnet, so dass die Witterung das Trainieren besonders anspruchsvoll macht. Auf einer ebenen Fläche im Freien werden dann Verteidigungstechniken gegen Schusswaffen geübt. Klatschnass, verschlammt, aber mit einem Grinsen versehen, ziehen sich die Teilnehmer nach dreieinhalb Stunden um, um beim Mittagessen wieder mit allen zusammen zu treffen.
 
   
 
 
Der letzte Teil der Veranstaltung erfolgt in der Tennishalle, nach dem Aufwärmen im Dauerlauf mit verschiedenen Elementen aus Ballsportarten und Wechseln steht der Themenbereich common objects im Mittelpunkt, dargestellt werden die verschiedenen Familien dieser Objekte und die Anwendungsbereiche. Begonnen wird mit den schildartigen Gegenständen, simuliert werden mitgeführte Reisetaschen, Rucksäcke oder sonstige nutzbare Objekte, die dem bewaffneten oder unbewaffneten Angreifer in Kombination mit Tritten entgegengeschlagen werden. Zur Erweiterung zeigt Amnon Ausweich- und Kombinationstechniken, und so manch einer der Teilnehmer geht unter den schlagenden Pratzen zu Boden. Danach werden stockähnliche Gegenstände in den Mittelpunkt des Interesses gerückt, Amnon demonstriert drei Varianten, mit einem Stock Schlagtechniken auszuführen, die im Anschluss von den Teilnehmern im dry drill und in Partnerarbeit geübt werden. Avi erweitert das Ganze um Messertechniken, die dazu dienen, den Angreifer auf Distanz zu halten, wieder jagen wild schwingende Verteidiger Angreifer vor sich her. Nach diesen Grundlagen kombinieren die beiden die Verteidigungsvarianten, mit einem Stock gegen ein Messer, mit einer Tasche gegen einen Stock, so dass die Verteidiger unmittelbar Vorteile, Nachteile und die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten am eigenen Leib erfahren. Als großes Finale werden Pratzen, Stöcke und Messer in der Mitte auf einen Haufen geworfen, 50 Teilnehmer im Kreis darum sortiert, und auf das Kommando „Go!“ stürmen alle nach vorne, bewaffnen sich und greifen an oder verteidigen sich gegen einen Angriff. Verschwitzt, müde und zufrieden, sortieren sich danach alle in einer Linie ein, um die Abschlussworte von Avi und Amnon zu hören. Im Anschluss erfolgt die Übergabe der Diplome der Leveltests, der Teilnahmezertifkate sowie der IKMF-Pässe. Nach einem letzten „Keda!“ endet das Winter Camp 2009 im Hunsrück.
 
Avi brachte in seiner Ansprache am ersten Tag zum Ausdruck, dass er der festen Überzeugung ist, dass das Winter Camp als feste Institution jedes Jahr mehr und mehr Teilnehmer zusammen bringen wird. Die realistische Umgebung, die vielfachen Trainingsmöglichkeiten und die Unterbringungsmöglichkeiten vor Ort sollen viele Krav Maga Trainierende zusammenführen und einen direkten Kontakt mit der Quelle des KM aus Israel herstellen. Neben Erlebnis, Spaß und Anspruch bestand jederzeit die Möglichkeit, sich mit anderen auszutauschen und realistisch zu trainieren.
 
 
 
Wir bedanken uns bei allen Teilnehmern und bei Avi Moyal und Amnon Darsa für das intensive Training, und hoffen im nächsten Jahr bekannte und neue Gesichter wieder zu sehen.
 
 
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